How to Ehegelübde
Teil 1: Essentials und Aufbau vom Ehegelübde
Du möchtest dein Ehegelübde schreiben, aber hast überhaupt keine Idee davon, wie das funktioniert? Erfahre im 1. Teil der Serie rund um das Eheversprechen, was du für deine Rede brauchst und wie ein Aufbau vom Ehegelübde aussehen kann.
1. Der klassische Aufbau vom Ehegelübde
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Einstieg
z.B. ein ganz besonderer Moment / euer 1. Date / das Hochzeitsmotto als Aufhänger / ein Zitat, das eure Liebe beschreibt / der Moment, an dem dir klar war, er/sie ist es / …
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Hauptteil
z.B. Teile von eurer Beziehungs-Geschichte / Dinge, was euch als Paar ausmacht / Höhen und Tiefen eurer Beziehung / was du an ihm/ihr besonders liebst / wie er/sie dein Leben verändert hat / was du durch ihn/sie gelernt hast / Ziele & Wünsche für eure Zukunft / …
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Versprechen
Die für dich 3-5 wichtigsten Punkte, die du deinem Partner / deiner Partnerin “für immer und ewig” versprechen willst. Mehr geht natürlich immer – allerdings sind 3-5 Versprechen eine ideal Anzahl. Bei zu vielen Versprechen kann es wie eine Aufzählung wirken und die einzelnen Punkte verlieren an Kraft.
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Abschluss
Zum Abschluss kannst du z.B. zusammenfassende Worte finden oder einen prägnanten Satz einbauen, der dir besonders am Herzen liegt. Du kannst auch einen Bogen zum Einstieg spannen, um die Geschichte rund zu machen oder das wichtigste Versprechen noch einmal hervorheben oder es dir bis zum Schluss aufheben.
2. Die Vorbereitung
Den klassischen Aufbau vom Ehegelübde kennst du jetzt. Und aller Anfang ist…leicht. Wenn man weiß, wie man beginnt. First things first: Fange früh genug an. Niemand braucht zusätzlichen Stress kurz vor der freien Trauung – schon gar nicht, wenn es sich um etwas handelt, was man nicht innerhalb von fünf Minuten erledigt hat.
Schnapp dir ein weißes Blatt Papier, einen Stift und schreibe alle Gedanken auf, die dir in den Sinn kommen. Das Wichtige dabei: Schreibe sie auf, ohne sie zu bewerten. Es geht in diesem Schritt nicht darum, das Gelübde in einem Zug final zu schreiben. Das sollte auch nicht dein Anspruch sein. Es geht vielmehr darum, deine Gedanken peux a peux zu sammeln – und zwar in einem entspannten Modus.
Wenn dir zwischendurch etwas in den Kopf schießt: Schreibe es in deine Handynotizen. Stelle dir extra Termine in deinen Kalender ein, an denen zu dich zu 100 Prozent aufs Schreiben konzentrieren kannst.
3. Motto für dein Versprechen
Du brauchst natürlich kein extra Motto für dein Versprechen. Doch manchen Menschen hilft eine Leitidee zum daran “Festhalten”. On top ist es eine ideale Vorlage für den Anfang und das Ende deines Versprechens und ergibt sich oft aus dem Gedankenkarussel aus Punkt 2.
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Das kann alles sein, z.B.:
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- euer Lieblingssong,
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- euer Hochzeitsmotto,
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- ein gemeinsames Erlebnis/besonderer Moment,
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- ein Insider von euch,
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- euer erstes Date,
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- eure größte gemeinsame Leidenschaft,
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- das Hauptversprechen, das du gibst.
4. Leitfragen für dein Versprechen
Im nächsten Schritt gehst du etwas strukturierter vor. Dafür kannst du dich an Fragen oder Themenbereichen entlanghangeln, die dir wichtig sind und die du in dein Gelübde integrieren möchtest.
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Du kannst dich an folgenden Leitfragen orientieren:
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- Was war bei unserem Kennenlernen besonders? Was habe ich gedacht, als ich ihn/sie zum ersten Mal gesehen habe?
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- Wann war der Zeitpunkt, als ich wusste, dass er/sie der/die “Richtige” ist? Wie hat sich das für mich angefühlt?
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- Was hat sich in meinem Leben durch ihn/sie geändert? Was habe ich durch die Beziehung gelernt?
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- Welche Meilensteine liegen hinter uns? Welche Höhen und Tiefen gab es? Wie haben wir diese gemeinsam gemeistert und was hat die Beziehung geprägt?
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- Welche besonderen Momente/Erlebnisse gab es?
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- Welche Eigenschaften liebe ich an ihm/ihr am meisten?
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- Wofür bin ich in der Beziehung am meisten dankbar?
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- Was macht uns als Paar aus und stark?
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- Was sind meine und unsere Ziele und Wünsche für unsere gemeinsame Zukunft?
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- Was möchte ich ihm/ihr versprechen? Und welches Versprechen ist mir das Wichtigste?
5. Die Storyline
Wenn du ggf. ein Motto festgelegt, die Leitfragen beantwortet und diese mit deinen ersten Gedanken kombiniert hast, clusterst du jetzt alles in einzelne Themenbereiche bzw. Mini-Geschichten.
Gib ihnen jeweils eine individuelle Überschrift. Das hilft dir, im Nachgang weitere Gedanken hinzuzufügen.
Diese Mini-Stories kannst du jetzt mit dem klassischen Aufbau vom Ehegelübde aus Punkt 1 so hin und herschieben, bis eine für dich runde Geschichte daraus wird. Und damit die Rohfassung deines Ehegelübdes.
Jetzt kennst du die Grundlagen und den Aufbau vom Ehegelübde und kannst anfangen, dein Liebesbekenntnis zu schreiben. Wenn du Inspiration für den Einstieg deines Versprechens brauchst, bekommst du diese im nächsten Beitrag.