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Von klassisch bis modern: Traurituale für eure freie Trauung

Ringübergabe von freie Traurednerin aus OWL Marie Scharffenorth an Brautpaar Kristina und Michael Vogel

Ich bin ehrlich mit euch: Ich bin kein Fan von austauschbaren Ritualen wie dem Sand- oder Kerzenritual. Warum? Weil sie beliebig sind. Oft ohne individuellen Touch.

Ich liebe die Klassiker wie das Ehegelübde und den Ringtausch, da sie für mich die emotionalen Höhepunkte einer Zeremonie sind und für sich allein ganz viel Kraft haben. Mit Elementen wie dem Ring-Warming lassen sich solche Klassiker obendrein moderner gestalten.

Außerdem ist es möglich, bekannte Symboliken neu zu gestalten oder ein individuell auf euch zugeschnittenes Ritual zu kreieren.

Am Ende gilt: Es muss zu euch passen und euch gefallen. Ihr könnt euer Ritual ganz individuell wählen, sie miteinander kombinieren, eure Gäste einbinden und natürlich auch komplett darauf verzichten. Beim Thema Trauritual existieren keine Regeln.

Hier findet ihr eine Auswahl an klassischen und ausgefallenen Ritualen. 


Kleine, feine Trauritual-Auswahl

  • Der Ringtausch

    Der absolute Klassiker unter den Ritualen, der in den meisten Fällen Teil der Zeremonie ist. Der Clou: Ihr könnt klassische Traurituale mit modernen Symboliken kombinieren. Beim Ringtausch könnt ihr z.B. das „Ring-Warming“ einbinden. Dabei wandern die Ringe vor dem Tausch durch die Hände eurer Gäste, die ihnen gute Wünsche mit auf den Weg geben. Mit persönlichen Worten von euch und eurer Traurednerin oder eurem Trauredner sowie begleitender Musik kann der Ringtausch einer der emotionalsten Momenten der Trauung sein.

    Darüber hinaus könnt ihr bei den Ringträger:innen einen besonderen Touch einbringen. Zum Beispiel kann die ausgewählte Person bei euch vorne stehen bleiben und die Ringe anreichen. Oder ihr und eure Gäste lassen sich überraschen und die Ringe werden vorab unter einem Stuhl versteckt.

  • Das Ehegelübde

    Die Worte, die ihr euch gegenseitig für “immer und ewig” gebt. Sätze, die ihr im besten Fall nur einmal im Leben schreibt und vortragt. Das Ehegelübde gehört zu den meist eingesetzten Trauritualen und ist ein persönliches Versprechen, das ihr euch gegenseitig gebt. Dabei bringt ihr in euren eigenen Worten zum Ausdruck, was ihr füreinander empfinden, was eure Liebe für euch bedeutet, wofür ihr dankbar seid und was ihr euch bis ans Lebensende versprechen wollt. Das Ehegelübde ist bei freien Trauungen oft der Moment, wenn bei euch als Brautpaar und auch bei euren Gästen die Tränen fließen. Alles Wissenswerte und Inspiration rund um eure Ehegelübde findet ihr hier

  • Herzenswünsche

    Ein weiteres wunderbares Ritual, bei dem ihr eure Gäste aktiv einbinden könnt, sind die Herzenswünsche (nennt es wie ihr wollt). Dabei bereiten ausgewählte Gäste (max. 3-5 Personen) liebe Worte für euch vor, die sie während eurer freien Trauung vortragen. Ihr solltet euren Gästen dafür ein Zeitlimit geben. 1- 2 Minuten pro Wunsch sind ideal. Im best case unterscheiden sich die Wünsche inhaltlich voneinander. Eure Trauzeug:innen bieten sich dafür an, dieses Ritual zu koordinieren.

  • Liebesbrief-Box

    Bei diesem Trauritual schreibt ihr euch gegenseitig im Vorfeld eurer freien Trauung einen Liebesbrief. Während der Zeremonie legt ihr die beiden Briefe in eine Box – dort werden sie für einen späteren Zeitpunkt aufbewahrt. Auch hier gibt es wieder die Möglichkeit, eure Gäste zu integrieren: Familie und Freund:innen schreiben am Tag der Hochzeit kleine Briefe mit Wünschen an euch und legen sie in eine Box. Denkt daran, ausreichend Papier und Stifte bereitzulegen. Eine kleine „Brief-Station“ während der Hochzeit ist ein schöner Zeitvertreib für die Gäste, während ihr z.B. beim Fotoshooting seid.

  • Gruppen-Kunst

    Ein weiteres eher modernes Trauritual, bei dem eure Gäste eine aktive Rolle einnehmen. Denn zusammen mit ihnen gestaltet ihr am Tag der Hochzeit ein Kunstwerk für die Ewigkeit. Dieses könnt ihr euch nach eurem Tag in eure eigenen vier Wände hängen und werdet so immer an eure Trauung erinnert. Ob Fingerabdrücke, Pinselstriche oder die Erstellung einer Kollage: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und die Gäste haben eine wunderbare Beschäftigung. Optional könnt ihr solche Rituale auch von echten Künstler:innen begleiten lassen.

  • Gemeinsames Anstoßen

    Entweder mitten in der Zeremonie als kleiner Break oder am Ende der Trauung, mit einem Kurzen oder einem Glas Prickel-Wasser: Ein gemeinsamer Schluck verbindet, bringt Abwechslung in die Zeremonie und durch einen auf euch zugeschnittenen Trinkspruch bleibt diese Aktion auf jeden Fall in Erinnerung. 

  • Zeitkapsel

    Bei diesem Ritual legt ihr beide Gegenstände, die Wünsche für eure gemeinsame Zukunft symbolisieren, in eine Kiste. Alternativ könnt ihr auch gemeinsame Wünsche und Ziele auf Karten schreiben und diese in die Kiste legen. Geöffnet wird die Kiste zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft. Z.B. zu einem bestimmten Hochzeitstag.

  • Drink-Mix-Rituale

    Jetzt wird’s lecker! Bei diesem Trauritual mixt ihr als Paar euren eigenen Signature-Drink. Mit Zutaten, die eure Persönlichkeit oder euer Leben widerspiegeln. Etwas Süßes, etwas Herbes und natürlich extra spicy! Alternativ können auch eure Gäste einbezogen werden und die Zutaten beisteuern. Cheers!

  • Liebesbriefe

    Dieses Ritual bedarf etwas mehr Vorbereitung, gehört aber definitiv zu den emotionalsten Symboliken. Ihr verfasst im Vorfeld für jeden Gast einen persönlichen Brief, den sie im Laufe eures Hochzeitstages lesen dürfen. Passende Momente sind zum Beispiel vor der eigentlichen Traurede, als Zwischen-Element während der Zeremonie oder vor dem Dinner.


Jetzt habt ihr eine große Auswahl an Ritualen für eure freie Trauung. Nichts dabei? Dann schreibt mir gerne und ich berate euch ganz individuell.